Was sollten Gartenhölzer mit sich bringen?

Gartenholz 1

Die Eigenschaften welche Gartenhölzer mit sich bringen müssen um im heimischen Garten nicht schon beim hinsehen zu zerfallen, lassen sich schon alleine von den Umwelteinflüssen und den optischen Anforderungen ableiten. Der Baum an sich hat immer eine Schützende Schicht um sich - die Rinde. Diese lässt sich zwar zu großen Teilen abarbeiten (Korkherstellung), wenn sie jedoch komplett verschwindet, hat es der Baum plötzlich sehr viel schwerer. Was sind Holzbretter? Genau: Baum ohne Rinde welcher zu Brettern zurechtgeschnitten wurde!

Das Holz, welches im Garten zum Einsatz kommt, muss demnach sehr viel aushalten können. Ob ein Baum viel aushält, wird in der sogenannten Resistenzklasse festgelegt. Wenn man eine Holzart also im Garten einsetzen will, so sollte man darauf achten, dass die Resistenzklasse mindestens bei 3 liegt (Das Optimum wäre natürlich eine 1). Die Resistenzklasse wird oft auch künstlich erhöht. Dies wird mit einer sogenannten Kesseldruckimprägnierung bewerkstelligt. Bei diesem Verfahren wird das Holz für Haus und Garten einem starken Vakuum ausgesetzt, welches die in dem Holz enthaltene Luft herauszieht. Während dieses Vakuum existiert, wird der Kessel mit einem Tränkmittel geflutet. Während dies passiert, wechselt man von der Vakuum zur Druckphase. Das Tränkmittel und die darin enthaltenen Holzschutzsalze werden unter extremem Druck in das Holz gepresst. In der Regel wird überschüssiges Holzschutzmittel wieder aus dem Holz gezogen, indem bei einer weiteren Vakuumphase nicht richtig eingepresstes Holzschutzmittel wieder entzogen wird. Um dem Imprägniermittel Zeit zu geben in das Holz einzuziehen, wird es lang und ausgiebig getrocknet. Druckimprägniertes Holz hat zunächst eine oft nicht sehr ansehnliche, grünliche Farbe. Also wird bei diesen bearbeiteten Holzbrettern oft noch eine Farbschicht aufgetragen, um die Bretter für den Garten auch ansehnlich zu gestalten. Ab einer Resistenzklasse von drei wird das Holz als mäßig dauerhaft eingestuft. Es hat damit die offizielle Erlaubnis auch ohne weitere Behandlung im Außenbereich auch bei starker Belastung eingesetzt werden zu dürfen. Das wiederum bedeutet allerdings einiges für die Dauerhaftigkeit des Holzes. Im vergleich zu Holzarten die eine Resistenzklasse von eins haben, liegen in Sachen Haltbarkeit kleine Welten zwischen den verschiedenen Arten. Durch diese Art der Kennzeichnung kann man sich schon einmal sicher sein, dass das Holz welches man kaufen möchte auch eine längere Zeit den Garten zieren kann. Wenn man eine Holzart in den Außenbereich stellen würde, die unimprägniert als nicht dauerhaft eingestuft wäre, so würde der Feind Nummer eins jeder Holzart sehr schnell zuschlagen: Die Witterung (selbst lange Sonneneinstrahlung / UV Einfluss macht Holz anfälliger für Feuchtigkeit).

Gartenholz 2

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Der zweite Feind des Holzes sind die Holzwürmer. Dieser Sammelbegriff steht für alle Arten von Larven verschiedener Käfer oder Insekten, welche im Holz leben. Einige Holzwürmer bevorzugen Nadelhölzer, andere bevorzugen wiederum Laubhölzer. Es gibt jedoch auch Käfer und Insektenarten welchen es vollkommen egal ist in welchen Holzarten sie ihre Larven entwickeln lassen. Die Weibchen legen einfach in kleine Risse oder Fugen, die relativ geschützt liegen, ihre Eier ab und nach einiger Zeit kann man beobachten wie kleinste Larven aus jenen Eiern schlüpfen. Da diese Larven in der Regel wie kleine Maden oder Würmer aussehen spricht man oberflächlich von Holzwürmern. Oft eine sehr lange Zeit lang (mindestens 1 Jahr lang) warten die kleinen Larven darauf sich verpuppen zu können. Während dessen versuchen sie so gut es geht zu überleben und fressen sich durch das Holz in welchem sie sich eingenistet haben. Die Wirkung welche diese kleinen Tiere auf das Holz haben ist verheerend. Sie sind in der Lage sogar im Grunde sehr stabiles Holz komplett zu zerfressen und es instabil zu machen.

Flores Klappstuhl

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Eine schwäche haben die kleinen Larven jedoch. Sie bevorzugen Splintholz, welches in der Regel relativ weich und für sie demnach gut zu zerfressen ist. Kernholz wird so gut wie niemals angerührt. Wenn man sich nun also für normales Europäisches Holz entscheidet, so wird man oft gesagt bekommen (falls es nicht imprägniert ist), dass man den direkten Kontakt mit der Erde meiden sollte. Einer der größeren Gründe liegt eben darin, dass dort diese Insekten und Käfer lauern welche eine Gefahr für das Holz darstellen. Das heimische Holz ist auch anfälliger für den heimischen Käfer. In der Regel hat Tropenholz eine härtere Oberfläche, welche es für die Insekten nicht gerade schmackhaft macht. Auch Druckimprägniertes Holz zählt nicht zu den oft befallenen Hölzern, denn dieses Enthält Stoffe die giftig sind. Doch man sollte trotz allem immer darauf gefasst sein, dass einem irgendwo ein von Holzwürmern befallenes Brett unterkommt. Wie man es erkennt: Kleine Runde Löcher im Holz welche einen Durchmesser von bis zu 2 mm haben können.

Gerade im Außenbereich sind die Gefahren, die das Holz erwarten, und die Bedingungen denen es standhalten muss enorm groß. Man sollte demnach nicht leichtfertig bei der Entscheidung sein welches Holz denn nun das Beste für eine schöne Terrasse, ein schönes Holzhaus im Garten oder für die Gründlage einer Kinderschaukel, ein Holzgerüst ist.